Der richtige Betrieb der Heizungsanlage, ist ein wichtiger Aspekt der Energiekostensenkung

 

 

Warmwasser

Bei Installation einer Wärmepumpenheizung, sollte auch die Warmwasseraufbereitung damit erfolgen.
Egal ob bei einer Solaren Wasseraufbereitung oder einer Wärmepumpenheizung, ist ein Warmwasserspeicher nötig.

 

Vergleichsweise zu Boilern oder Durchlauferhitzern, wird 3-4 mal weniger Strom verbraucht. Eine Solltemperatur von 55 °C genügt.

 

 

Umwälzpumpen bei Wärmepumpen

Bei denen, die Fußbodenheizung als einziges Heizsystem(ohne Heizkörper) heizt und keinen Wasserspeicher besitzt (Warmwasserbereitung über Solar) sollten die Umwälzpumpen nur laufen, wenn die Wärmepumpe läuft. Einstellung nur vom Fachmann.

Desto schneller die Umwälzpumpen laufen, um so geringer ist der Temperaturunterschied über dem Wärmetauscher und somit besserer Wirkungsgrad des Systems.

 

 

Temperaturen der Heizungsanlage

Festlegung der Vorlauftemperatur sollte so gering  wie möglich gewählt werden. Wenn nur einige weniger Heizkörper bei tiefen Außentemperaturen eine hohe Vorlauftemperatur erfordern, ist deren Vergrößerung zu prüfen.

Je tiefer der Temperaturunterschied, zwischen Vor-und Rücklauf der Heizung ist, desto besser ist der Wirkungsgrad der Wärmepumpe, oder der Heizungsanlage.

 

 

Reduzieren der Laufzeit einer Umwälzpumpe

Die Umwälzpumpe sollte  nur laufen, wenn Wärme gebraucht wird. Bei den meisten Heizungen ist diese Funktion vorhanden, aber nicht genutzt. Meist laufen die Pumpen ständig, damit sie nach einem längeren Stillstand nicht festsitzen.  Einsatz einer Zeitschaltuhr, wo nur zu bestimmten Zeiten die Pumpe läuft.

Beispiel:

Eine 500 Watt Umwälzpumpe welche nur noch 3500 anstelle von 8760 Stunden pro Jahr läuft, spart 2600 kWh Strom  pro Jahr, viel weniger als die Kosten für eine Zeitschaltuhr.

 

 

 Pumpeneistellung

Die meisten Umwälzpumpen können in mehreren Stufen betrieben werden. Da bei  Werkseinstellung oft die größte Stufe eingestellt ist, aber selten, bei der Inbetriebnahme, achtung geschenkt wird, läuft sie immer im Volllastbereich. Umschaltung auf eine kleinere Stufe ist in manchen  Fällen ratsam

Die Umschaltung einer Kesselpumpe von Stufe 3 (800 Watt) auf Stufe 1 (400 Watt) kostet nichts und spart bis 3500 kWh pro Jahr. Aber Achtung, darf nicht zu klein ausgelegt werden.

 

 

Pumpentausch

Viele Pumpen sind zu groß. Als elektrische Aufnahmeleistung genügt in der Regel 1/1000 der Heizleistung, für eine 200 kW Heizung mit zwei Heizkreisen genügen 2 Pumpen mit 100 Watt Leistung.
Auf dem Markt gibt es energieeffiziente kleine Umwälzpumpen (Energielabel A), welche viermal weniger Elektrizität benötigen, als herkömmliche Pumpen

Eine 100 W Pumpe verbraucht bis 800 kWh
Der Stromverbrauch einer Pumpe über die Lebensdauer ist deutlich höher als die Anschaffungskosten.

 

 

Drehzahlregulierung

Eine Heizung läuft vorwiegend im Teillastbereich, aber nicht die Pumpen, ständig gleiche Drehzahl, egal wie viel Wärme benötigt wird. Wo demzufolge die Pumpenleistung reduziert werden könnte.

Einbau einer, Elektronisch geregelte Umwälzpumpen, kann wirtschaftlicher sein.

 

 

Einsatz einer Zeitschaltuhr

In Heizungsanlagen gibt es Zeitschaltuhren oder Funktionen für Nachtabsenkung. Oft stimmt die Uhrzeit nicht, oder die Einstellungen sind nicht optimal.

Mit solchen Korrekturen verbessert man den Komfort.

 

 

Leitungen Isolieren

Bei unbeheizten Räumen, sollten die Rohre und Armaturen gut Isoliert werden. Es gibt auch Wärmedämmschalen für Umwälzpumpen.

Eine gute Leitungsisolation spart rund 10% der Heizenergie.

 

 

Einstellen der erforderlichen Warmwassertemperatur

Warmwassertemperatur von 55 °C ist ausreichend, bei der sich auch weniger Kalk ablagert.

Eine Temperaturreduktion von 80 auf 55 °C verringert die Verluste um 40%.

 

 

Einzel Durchlauferhitzer oder Boiler

Bei weit auseinander liegenden Zapfstellen sind kleine Einzelboiler effizienter als eine zentrale Warmwasseraufbereitung, vor allem bei geringerem Verbrauch.

Eine Umwälzung zwischen Warmwasser und Zirkulation entfällt und spart Energie. Nur bedingt zu empfehlen. Die  aufwendigen Einzelkostenabrechnungen für Warmwasser fällt weg.

 

 

Wärmedämmung

Rohrleitungen jeglicher Art, sollten mit einer guten Wärmedämmung versehen sein.

Der Wärmespeicher sollte mit mehr als 4 cm gedämmt sein.

 

 

Lecks oder Undicht stellen beheben

Beispiel: - tropfender Warmwasserhahn (Reparatur empfohlen). 5 Liter Leck Verluste pro Tag sind ca. 2 m³ Wasser- und 100 kWh Wärmeverlust im Jahr.

Tausch einer neuen Dichtung kostet weniger das die jährlichen Energie- und Wasserverluste.

 

 

Armaturen

Ein Einhebelmischer kann zu einer normalen Mischbatterie etwa 20% Warmwasser sparen, bei berührungslosen Automaten zusätzliche 20%.
Wassersparende Duschbrausen sind nicht teurer als übliche Brausen und verbrauchen rund 40% weniger Wasser als übliche.

Je nach Häufigkeit der Benutzung ergeben sich Rückzahlraten von 2 bis 10 Jahren.